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Brems-Hemmungen ade!

Von 50 und mehr auf 0 km/h – und das so rasch und vehement wie möglich – und ohne zu stürzen. Für Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer kommt das Beherrschen der Not- resp. Vollbremsung einer Lebensversicherung gleich. Jeder spekuliert, sie nicht zu gebrauchen. Doch der Ernstfall kommt vielleicht früher als man denkt, und dann gibt’s nur Eins: Voll in die Klötze! Oben und unten. Doch wer traut sich das schon?! Die Angst, wegen der technischen Verzögerungsfähigkeit moderner Bremsanlagen dabei auf der Strasse zu landen, ist allgegenwärtig – und das verursacht Hemmungen im Kopf. Doch die müssen raus.

Einhundert Mitglieder der IG Motorrad wollten genau dafür sorgen und ihre persönlichen Brems-Erfahrungen auf Vordermann bringen. Sie nahmen deshalb das Angebot der IGM an, sich von Experten der Zürcher Fahrschule Mannhard das Wichtigste in Theorie und Praxis in einem einstündigen Crash-Kurs vermitteln zu lassen. Im Rückblick lässt sich nun konstatieren: Die Übung war ein voller Erfolg.

 

Ein Überblick in Bildern (alle Fotos: Jörg Strehler)

Erwartungen übertroffen

„Die Lektion übertraf meine Erwartungen. Die Aufteilung der Stundenkontingente in drei Gruppen liess für den Einzelnen ausreichende Übungsmöglichkeiten zu. Natürlich konnten in dieser Zeit nur grundlegende Übungen praktiziert und die Theorie im ganz Groben vermittelt werden. Mich hat die Sache aber überzeugt und ich denke, dass die meisten davon profitiert haben. Auch solche, die schon lange fahren.“ Dieser Überzeugung war jedenfalls Bremsexperte Martin Hauswirth, der sich zur Teilnahme entschlossen hatte. „Eigentlich dürfte man im Frühling keinen auf die Strasse lassen, bevor er ein solches Kurztraining absolviert hat.“ Wir danken für diese und weitere Meinungen, die uns von Teilnehmern zugestellt wurden. Wohl jeder konnte erleben, dass man in kurzer Zeit Hemmungen überwinden und die eigene Sicherheit steigern kann, wenn man sich der Aufgabe konzentriert und fachgerecht stellt.

Allein die Erkenntnis, welche Wegstrecke es braucht, um ein Töff aus 50 km/h nur mit blockiertem Hinterrad zum Stillstand zu bringen, dürfte einigen Teilnehmern den Schweiss auf die Stirn getrieben, aber auch die Augen geöffnet und sie davon überzeugt haben, ab sofort nur noch Hand- und Fussbremse kombiniert zu benutzen. Und das im Notfall so vehement, dass das Vorderrad – mit oder ohne ABS – kurz blockiert. Wer dann die Vorderradbremse leicht löst, bevor das Rad ausbricht, wird die optimale Verzögerung erreichen. Und genau das war das Ziel der Übung.

 

Zusatzerfahrung auch für die Profis

Eine Erkenntnis nahmen alle Teilnehmer mit nach Hause: Ohne Übung keine Chance, das persönliche Optimum je zu erreichen. Ohne fachkundige Anleitung ist die Wahrscheinlichkeit zudem gross, unter dem Erreichbaren zu bleiben. Kein Wunder, haben sich alle befragten Teilnehmer über den Anlass zufrieden bis begeistert geäussert. Die IG Motorrad wird also darüber nachdenken, auch weiteren Mitgliedern einen vergleichbaren Anlass zu einem späteren Zeitpunkt zu offerieren.

 

 

Selbst die Experten der Fahrschule fanden nur lobende Worte. Gerade wegen der heterogenen Teilnehmerschaft, zwar mehrheitlich Männer, aber immerhin mit Exponenten aus allen Altersgruppen, mit verschiedenen Töfferfahrungen und –ansprüchen sowie mit unterschiedlichen Motorrädern am Start, sei ein solcher Anlass für sie eine reiche Erfahrungsergänzung, zumal jeder Teilnehmer in kurzer Zeit persönlich beurteilt und individuell beraten werden muss. Wer die Motorrad-Profis erlebt und Informationen über ihr zusätzliches Ausbildungsangebot mit Heim genommen hat, kann sich sicher gut vorstellen, auch in anderen Fragen von ihrem Know-how und ihrer Motorrad-Erfahrung zu profitieren.

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