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Nutzen wir die Chance!

Jetzt ist es soweit. Seit Ende November dürfen Motorradfahrer in Baden versuchsweise zwei Busspuren mit benutzen. Beschilderung und Markierung der beiden Strassenabschnitte sind abgeschlossen. Das hat uns Daniel Hirsiger, Sektionsleiter Abteilung Tiefbau / Verkehrstechnik im Kanton Aargau, mitgeteilt. Der Versuch dauert von November 2008 bis Oktober 2009 und ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil damit in der Schweiz ein Tabu gebrochen wurde, auch wenn in anderen Ländern längst ermutigende Erfahrungen mit der Zulassung von Bikes auf Busspuren gesammelt werden.

 

Im Februar von der IGM initiiert

Wie bereits mitgeteilt, wurde der Entscheid des Kantons Aargau von der IG Motorrad nicht nur mit einem Schreiben an Baudirektor Peter C. Beyeler im Januar 2007 initiiert, sondern als mutiger Schritt mit möglicherweise nationalen Konsequenzen  gewürdigt. Dass solche - vor allem von Busfahrern skeptisch beurteilten - Schritte dazu beitragen können, das motorisierte Zweirad im Agglomerationsverkehr zu fördern und die vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen, diese Erfahrung hat man in mehreren englischen Städten, insbesondere in London, aber auch in der österreichischen Metropole Wien längst gemacht. Aufgrund der bisher guten Erfahrungen hat man an der Donau gerade zwei weitere Busspuren für Biker geöffnet. Damit dürfen in Wien jetzt fünf Busspuren mit einer Gesamtlänge von gut 5 km von Töffs und Scootern mit offiziellem Segen benutzt werden. Die EU hat die Freigabe der neuen Strecken in Wien sogar empfohlen.

 

Weitsicht und Mut bewiesen

Die Stadt Baden hat mit Agglomerationsverkehr zu kämpfen wie viele andere auch. Mit ihrem Entscheid zur Öffnung von Busspuren reiht sie sich als erste in die Phalanx der mutigen und realitätsorientierten Städte Europas, die nicht einfach unkritisch an alten Zöpfen festhalten, die in der Realität ohnehin durchlöchert sind und unter Druck stehen, abgeschnitten zu werden. Ob sich andere Städte und Gemeinden in Zukunft zu ähnlichen Versuchen durchringen, dürfte nun von den Erfahrungen in Baden abhängen. [I]Theodor Klossner[/I], Präsident der IG Motorrad, weist in der aktuellen Situation klar darauf hin, dass Biker, die die Busspuren in Baden benutzen, sich ihrer Verantwortung bewusst sein und für eine reibungslose Integration in den Verkehrsfluss sorgen sollten. "Wer den öffentlichen Verkehr mit riskanten Manövern behindert," so Klossner, "gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch das Projekt 'Busspuren für Töffs geöffnet' und damit Folgeprojekte in anderen Schweizer und europäischen Agglomerationen." Die Konsequenz eines erfolgreichen und ermutigenden Versuchs sei auch noch festgehalten: Wenn Baden grünes Licht für die Überführung des ausserordentlichen Versuchs in ordentliches Recht verfügt, dann setzt das zahllose Schweizer Städte, allen voran Zürich, in Zugzwang. Denn die bisher hochgehaltenen Befürchtungen, Töffs auf der Busspur würden den ÖV zu behindern und das Unfallrisiko steigern, würden sich in Luft auflösen. Tun wir also alles, damit es soweit kommt.

 

Ein Merkblatt des Badener Baudepartements weist auf die Bedingungen für die Benutzung der Busspuren und auf die Verhaltensmassregeln hin. Das Blatt kann hier heruntergeladen und eingesehen werden.  

 Aufgepasst - ungewöhnliche Verkehrsführung

Dass die Öffnung der Busspuren besondere Ansprüche an die Disziplin ihrer Benutzer, aber auch an die Verkehrstechniker hinsichtlich Beschilderung und Markierung gestellt hat bzw. stellt, geht aus einem Merkblatt des Badener Baudepartements hervor, das auf der Homepage der IG Motorrad abgerufen werden kann. So werden Töfffahrer auf der Busspur über eigene Ampeln geführt, auf denen - analog zu Fussgängern oder Velofahrern - ein Töff als Piktogramm abgebildet ist. Dies war nötig, da die Busse bekanntlich über eine eigene Signalisation verfügen, die für MotorradfahrerInnen nicht relevant ist, mit diesen aber abgestimmt sein muss

 

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